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Drogenlexikon

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Tee

Schwarzer und grüner Tee enthalten den Wirkstoff Teein und zählen deshalb zu den legalen Genussdrogen.

In China wurden vermutlich schon vor mehreren tausend Jahren die ersten Teesträucher entdeckt. Den ersten Tee soll sich einer Legende nach der Kaiser Sheng-Nung im Jahr 2737 vor Christus unbeabsichtigt zubereitet haben. Aus hygienischen Gründen hat der Kaiser stets nur abgekochtes Wasser getrunken, und eines Tages - als er, über Regierungsgeschäften meditierend, unter einem Teebaum saß - wehte ein Teeblatt in sein noch heißes Wasser. Das Teeblatt verfärbte das Wasser und schenkte ihm einen Geschmack, der dem Kaiser gefiel: belebend und erfrischend. Von nun an genoss er täglich dieses neue Getränk.

Als gesichert gilt, dass zu Beginn des 3. Jahrhunderts vor Christus der Tee in China als Stärkungsmittel und Medizin verabreicht wurde und dann als Genussmittel sehr schnell Verbreitung fand.

Chemisch gesehen ist Teein identisch mit dem Koffein des Kaffees. Im Tee ist die Wirkung des Teeins/Koffeins allerdings milder, weil Gerbstoffe (Tannine) die Aufnahme durch den Magen verzögern. Je länger man den Tee ziehen lässt, desto mehr Gerbstoffe lösen sich und umso schonender ist seine Wirkung. Wenn man heute von Teein spricht, so ist eine Mischung aus Koffein und Gerbsäure gemeint.

Tee wird meist in Form von heißen Aufgüssen getrunken, wobei die Pflanzenteile überbrüht oder ausgekocht werden. Einige Tee-Pflanzen können auch ausgekaut werden. Die Wirkung ist abhängig von der Ziehdauer des Tees. Anregend, belebend und aufputschend wirkt der Tee, wenn man ihn maximal drei Minuten ziehen lässt. Lässt man den Tee länger ziehen, so lösen sich auch die Gerbstoffe auf, die eine beruhigende Wirkung haben.

In hohen Dosen führt der Konsum von Teein/Koffein zu Nervosität, Bewegungsunruhe, Konzentrationsstörungen, Herzrasen und unregelmäßigem Puls, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Teein/Koffein wirkt "wassertreibend", sprich: Der Konsument muss häufiger "pinkeln", was einen hohen Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust für den Körper zur Folge hat. Wer viel teeinhaltigen Tee trinkt, sollte daher zusätzlich auch viel Wasser trinken, um Kreislaufprobleme zu vermeiden.

Bei häufigem und dauerhaftem Teetrinken kann sich eine starke Gewöhnung einstellen, wobei man aber nicht von einer Abhängigkeit spricht. Bei Abstinenz zeigen sich allerdings milde Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Nervosität.


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