Ecstasy kann akute Notfälle verursachen

16.06.2021

Abwasseranalysen zufolge war der Ecstasykonsum letztes Jahr zunächst rückläufig, ist im Sommer aber wieder angestiegen. Konsumierende sollten sich jedoch bewusst machen: Ecstasy verursacht immer wieder schwere Notlagen, die auch tödlich enden können.

Bild: Matias Monestes / istockphoto.com

Der Sommer steht vor der Tür. Einem Bericht der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) zufolge war der Konsum von Ecstasy im ersten Lockdown des Jahres 2020 zunächst stark rückläufig. Clubs wurden geschlossen, das Partyfeiern war verboten. Abwasseranalysen aus 29 europäischen Städten weisen auf einen deutlichen Abfall des Konsums hin.

Doch mit dem Nachlassen der Kontaktbeschränkungen im Sommer habe auch der Konsum von Ecstasy wieder angezogen. Vor allem im Süden Europas war der Ecstasykonsum angestiegen. Dies sei vermutlich eine Folge von verstärkten sozialen Kontakten. So hätten sich nach der Aufhebung von Reisebeschränkungen einige Orte zu „Hotspots“ für das Partypublikum entwickelt. Dieses Jahr könnte sich eine ähnliche Entwicklung abzeichnen.

Schwankende Wirkstoffkonzentration

Konsumierende sollte sich jedoch bewusst machen: Auch wenn der Wirkstoff MDMA mit schönen Gefühlen lockt, Ecstasy kann schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Ecstasypillen können unerwartet hohe Wirkstoffkonzentrationen aufweisen und so möglicherweise schon bei einer Pille eine Überdosis zur Folge haben.

Besonders problematisch ist, dass die Wirkstoffkonzentration stark schwanken kann. Eine Studie aus dem Vereinigten Königreich hat aufgezeigt, dass auch Pillen mit dem gleichen Logo unterschiedliche Dosierungen aufweisen. Der höchste Wirkstoffgehalt einer Pille lag bei 241 Milligramm MDMA. Schon ab 120 Milligramm sei jedoch mit erhöhten gesundheitlichen Risiken zu rechnen.

Eine von 33.000 Pillen tödlich

Auch können genetisch bedingte Unterschiede in der Verstoffwechselung von MDMA individuell unterschiedliche Risiken mit sich bringen. So erkranken manche Konsumierende an akutem Leberversagen. Immer wieder haben sich auch Todesfälle ereignet, bei denen Ecstasy maßgeblich eine Rolle gespielt hat. In den letzten Jahren zeichnet sich zudem ein ansteigender Trend bei den jährlichen Todesfällen ab.

Forscher aus den Niederlanden haben anhand von gemeldeten medizinischen Vorfällen und der Verbreitung des Konsums in der Bevölkerung abgeschätzt, dass etwa eine von 33.000 Pillen tödlich wirkt und hierbei Ecstasy vermutlich die alleinige Ursache ist.

Quelle:

Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction (2021). Impact of COVID-19 on drug markets, use, harms and drug services in the community and prisons: results from an EMCDDA trendspotter study. Luxembourg: Publications Office of the European Union.

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