Cannabiskonsumierende haben höheres Schlaganfallrisiko

18.12.2019

Vor allem Dauerkiffer haben erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. Darauf verweisen die Ergebnisse einer großen Gesundheitsbefragung in den USA.

Bild: Teodor Lazarev / Fotolia.com

Plötzliche Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen können auf einen Schlaganfall hindeuten. Meist verstopft ein Blutgerinnsel ein Gefäß im Gehirn. Seltener kommt es zum Schlaganfall durch den Riss eines Gefäßes. In beiden Fällen sind Ausfälle die Folge, weil der betroffene Bereich des Gehirns nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

Das Risiko für einen Schlaganfall steigt in der Regel mit dem Alter. Cannabiskonsumierende könnten aber schon in jungen Jahren gefährdet sein. Dafür sprechen die Ergebnisse einer aktuellen Studie mit über 43.000 Personen im Alter zwischen 18 und 44 Jahren. Demzufolge nimmt das Risiko mit der Intensität des Cannabiskonsums zu. Unter Berücksichtigung verschiedener Risikofaktoren wie Tabakrauchen, Diabetes oder Bluthochdruck haben Cannabiskonsumierende ein 3-fach erhöhtes Risiko für Schlaganfall. Wer mehr als 10-mal im Monat kifft, hat sogar ein 4-fach erhöhtes Risiko.

Die möglichen Ursachen wurden zwar nicht im Rahmen der Studie erforscht. Das Forschungsteam um Erstautor Tarang Parekh verweist aber auf andere Studien, die verschiedene negative Einflüsse des chronischen Cannabiskonsums auf das Herz-Kreislaufsystem zeigen konnten. Erst kürzlich wurde eine Studie veröffentlicht, in der Krankenhausdaten aus den USA auf einen ansteigenden Trend bei Herz-Kreislauferkrankungen unter Cannabiskonsumierenden hinweisen.

Parekh und sein Team warnen insbesondere vor der Verwendung hochpotenter Cannabissorten, da sich in einer früheren Studie gezeigt habe, dass der Cannabiswirkstoff THC zur Verklumpung von Blutplättchen und somit zur Bildung von Blutgerinnseln beiträgt.

 

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