Home > News > Aktuelle Meldungen > Warnung vor Cannabisprodukten mit synthetischen Cannabinoiden
25.11.2020
Wenn CBD-Gras plötzlich berauschend wirkt, könnte es künstlich behandelt sein. Laboranalysen weisen synthetische Cannabinoide in Cannabisprodukten nach, die eigentlich nicht psychoaktiv wirken sollten.

Bild: nito100 / istockphoto.com
Erst kürzlich warnten Forscher aus der Schweiz vor „Fake Hanf“. Am Forensischen Institut in Zürich wurden synthetische Cannabinoide auf Industriehanf nachgewiesen, der äußerlich von normalem Cannabis nicht zu unterscheiden sei. Industriehanf ist Cannabis, dessen THC-Gehalt zu gering ist, um einen Rausch zu erzeugen. Der Hanf kann aber Cannabidiol enthalten. Dem als CBD abgekürzten Wirkstoff werden zwar keine berauschende, aber beruhigende Effekte zugesprochen.
Auf Proben von CBD-Gras und anderen Cannabisprodukten wurden nun auch in Deutschland synthetische Cannabinoide entdeckt. Auf der Website legal-high-inhaltsstoffe.de wurde eine entsprechende Warnung veröffentlicht. Gefunden wurde das synthetische Cannabinoid MDMB-4en-PINACA.
Über die Giftigkeit der Substanz gäbe es bislang noch keine genauen Erkenntnisse. Risiken ließen sich aber von ähnlichen Substanzen aus der Gruppe der synthetischen Cannabinoide ableiten. In Zusammenhang mit dem Konsum dieser Substanzen seien mehrere Todesfälle bekannt geworden. Konsumierende würden über Schwindel, Herzrasen, Kreislaufprobleme, psychotische Zustände und Blackouts berichten. Die Risiken von Produkten, die mit synthetischen Cannabinoiden behandelt sind, seien deutlich höher einzuschätzen als die von herkömmlichem Cannabis.
Verantwortlich für die Website legal-high-inhaltsstoffe.de ist der gemeinnützige BAS!S e. V. aus Frankfurt. Der Verein informiert auf der Website über Inhaltsstoffe von so genannten neuen psychoaktiven Substanzen (NPS), die mitunter auch als Legal Highs bezeichnet werden.
Quelle:
legal-highs-inhaltsstoffe.de > News vom 19.11.2020 „Warnung – Cannabis, Hasch und Liquids mit synthetischem Cannabinoid!“
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