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News-Archiv


Archiv Jahr 2016


28.10.2016

Rauchausstieg dank Rauchverbot?

Rauchverbote wurden eingeführt, um nichtrauchende Menschen vor dem Passivrauchen zu schützen. Eine Studie aus den USA hat nun aufzeigen können, dass Rauchverbote vermutlich auch den Rauchausstieg fördern.

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Bild: joexx / photocase.de

Nichtrauchen liegt im Trend. Seit mehreren Jahren sinkt die Raucherquote in Deutschland und erreicht vor allem bei jungen Menschen immer wieder neue Tiefstände. Eine Studie aus den USA legt den Schluss nahe, dass Rauchverbote einen gewissen Anteil an den rückläufigen Raucherquoten haben könnten, zumindest unter jungen Männern.

Mike Vuolo und sein Team haben die Daten einer repräsentativen Langzeitstudie ausgewertet. Zwischen 2004 und 2011 wurden 4.341 junge Menschen aus 487 Städten im Jahresrhythmus zu ihrem Rauchstatus befragt. Das Forschungsteam kombinierte die Befragungsdaten mit einer Datenbank, in der festgehalten wurde, in welchen Städten und Bundesstaaten der USA umfassende Rauchverbote eingeführt wurden.

Kein Effekt bei jungen Frauen und starken Rauchern

Die Ergebnisse zeigen: In den Gebieten mit Rauchverboten gab es weniger junger Erwachsene, die rauchen, als in Städten und Gemeinden ohne Rauchverbote. Allerdings betraf dies nur junge Männer. Für junge Frauen konnte hingegen kein Effekt nachgewiesen werden.

In Regionen ohne Rauchverbot haben junge Männer mit einer 19-prozentigen Wahrscheinlichkeit in den letzten 30 Tagen eine Zigarette geraucht. In Regionen mit Rauchverbot lag dieser Wert nur bei 13 Prozent. Für junge Frauen lag die Wahrscheinlichkeit fürs Rauchen unabhängig von Rauchverboten bei 11 Prozent. Rauchverbote zeigten jedoch nur bei Rauchern Wirkung, die weniger als eine Schachtel am Tag rauchten. Starke Raucher ließen sich durch Rauchverbote nicht vom Qualmen abhalten.

Auf die Frage, warum sich nur für Männer ein Effekt bei Rauchverboten nachweisen ließ, kann das Forschungsteam nur mutmaßen. Sie vermuten, dass sich junge Männer häufiger als Frauen an öffentlichen Orten wie Bars aufhalten und sie daher häufiger durch Rauchverbote betroffen sind.

Vuolo erklärt dazu: „Es gibt eine Menge Belege dafür, dass gelegentliche, soziale Raucher stärker durch ihre Umgebung beeinflusst werden. Wenn sie nicht mit ihren Freunden in Bars oder Restaurants rauchen können, entscheiden sie sich möglicherweise dafür, gar nicht zu rauchen.“

Quellen: