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Drogenlexikon

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Muskatnuss

Ursprünglich ist der Muskatnussbaum (Myristica Fragranz) in Indonesien beheimatet. Mittlerweile wird er in vielen tropischen Gebieten angepflanzt. Der fälschlicherweise als Nuss bezeichnete braune Samen der blassgelben Früchte kommt zum Vorschein, wenn die Frucht reif ist. Dieser Samen wird getrocknet und gekalkt und dient gemahlen als Gewürz. In hohen Dosen (5 bis 30 g) kann Muskatnuss berauschend sein. So hat etwa Malcolm X in seiner Autobiographie die Verwendung von Muskatnuss als Droge bei Mithäftlingen im Gefängnis beschrieben.

Myristricin, Elemicin und Safrol sind die psychoaktiven Bestandteile der Muskatnuss. Die berauschenden Effekte haben halluzinogenen Charakter und können sehr unterschiedlich in ihrer Intensität sein. Leichte Bewusstseinsstörungen bis hin zu starken Halluzinationen, die mit verändertem Raum- und Zeitgefühl einhergehen, sowie Euphorie, Benommenheit und Sprachstörungen können eintreten.

Zudem sind weitere unangenehme Reaktionen bei Muskatnuss-Konsum bekannt. Im Rausch kann es zu Herzrasen, Magenschmerzen und Mundtrockenheit kommen. Wie bei allen Halluzinogenen besteht die Gefahr von Angstzuständen und Panikattacken unter Einfluss der Substanz. Auch Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen, ein ausgeprägter „Kater“ mit Kopfschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl zählen zu den (Nach-)Wirkungen.

Der Inhaltsstoff Safrol gilt als krebserregend und sehr schädlich für die Leber.


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