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Drogenlexikon

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Stechapfel

Der weiße Stechapfel (Datura stramonium) gehört zur Gruppe der Nachtschattengewächse und ist in Nordamerika beheimatet. Bei uns ist er verwildert anzutreffen. Die Pflanze ist 30 bis 120 cm hoch und hat gezähnte Blätter, die 20 cm lang werden können. Die Blüten sind weiß oder violett und trichterförmig. Der Stechapfel blüht zwischen Juni und September und hat stachelige Früchte (die Stechäpfel), die schwarze, nierenförmige Samen enthalten.

Im Mittelalter wurden die Samen der Stechäpfel aufgrund ihrer halluzinogenen Wirkung in Hexensalben verarbeitet. Die Blätter vom Stechapfel steckte man Pferden in den Mastdarm, um ihnen mehr Temperament zu verleihen und sie teurer verkaufen zu können. Damals dachte man, dass das Rauchen der Blätter gegen Asthma helfe.

Die Pflanzenteile und die Samen werden als Tee oder Sud zubereitet. Die im Steckapfel enthalten psychoaktiven Substanzen sind die Alkaloide Hyoscyamin und Scopolamin, die halluzinogen wirken. Der Konsument verliert im Rausch jegliches Zeitempfinden und erfährt einen psychoseähnlichen Zustand mit starker Angst. Dabei kann es zu Halluzinationen kommen, die sehr real erscheinen.

Achtung: Vom Konsum des Stechapfels ist dringend abzuraten. Die Pflanze ist hochgiftig, und der Wirkstoffgehalt kann sehr unterschiedlich sein, weshalb die Gefahr einer tödlichen Überdosierung sehr hoch ist.


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