drugcom.de > News > Aktuelle Meldungen > Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?
07.10.2026
Laut einer aktuellen Übersichtsarbeit helfen E-Zigaretten zwar etwas besser als manch andere Methoden, aber die meisten Menschen rauchen trotzdem weiter.

Bild: abarro / photocase.de
Zwei von drei. So viele Menschen werden laut einer früheren Meta-Analyse später zu täglich Rauchenden, nachdem sie ihre erste Zigarette probiert haben. Das Suchtpotenzial von Zigaretten ist enorm. Entsprechend schwer fällt es vielen, ihre Tabakabhängigkeit zu überwinden.
Was hilft? Gut erforscht sind Nikotinersatzpräparate wie Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis, die seit den 1980er Jahren auf dem Markt sind. Die Tabakabhängigkeit ist im Wesentlichen auf das enthaltene Nikotin zurückzuführen. Wer mit dem Rauchen aufhört, erlebt meist Entzugssymptome. Diese erhöhen das Rückfallrisiko. Nikotinersatzpräparate können die Symptome dämpfen und den Ausstieg erleichtern.
E-Zigaretten kamen 2003 zuerst in China auf den Markt und sind seit 2007 weltweit verfügbar. Sie enthalten ein Liquid, das erhitzt wird, bis es verdampft. Es gibt E-Zigaretten mit und ohne Nikotin. Ein internationales Forschungsteam hat sich jüngst mit der Frage befasst, ob E-Zigaretten besser als Nikotinersatzpräparate geeignet sind, vom Tabakrauchen loszukommen. Die Forschenden erstellten für die Cochrane Library eine Übersichtsarbeit. Insgesamt haben sie 80 randomisiert-kontrollierte Studien in ihrer Analyse einbezogen.
Mit Hilfe von nikotinhaltigen E-Zigaretten gelingt es den Ergebnissen zufolge etwa zehn von 100 Menschen, rauchfrei zu werden. Von den Rauchenden, die Nikotinersatzpräparate verwenden, schaffen es etwa sechs von 100 Menschen, mit dem Rauchen aufzuhören. Das bedeutet: Von 100 Menschen schaffen es mit E-Zigaretten etwa vier mehr, nicht mehr zu rauchen. Ein Rauchstopp gilt dann als erfolgreich, wenn die Person mindestens sechs Monate lang keine Zigarette angerührt hat.
Das Forschungsteam hat auch E-Zigaretten mit und ohne Nikotin verglichen. Dabei zeigte sich: Von 100 Menschen, die mithilfe von E-Zigaretten vom Rauchen loskommen wollen, gelingt dies wahrscheinlich zwei Personen mehr, wenn das Liquid Nikotin enthält, als wenn es nikotinfrei ist. Der Zusatz „wahrscheinlich“ bedeutet, dass die wissenschaftliche Evidenz, also die Zuverlässigkeit des Ergebnisses, laut der Forschenden noch nicht ausreichend abgesichert ist.
Nikotinhaltige E-Zigaretten scheinen somit Menschen durchaus dabei helfen zu können, ihre Tabakabhängigkeit zu überwinden. Allerdings zeigen die Ergebnisse auch, dass 90 Prozent der Menschen den Rauchstopp trotz E-Zigaretten nicht schaffen. Das bedeutet: Sie rauchen weiter Tabakzigaretten.
„Unbeantwortet bleibt die Frage, was die E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung langfristig – also über ein bis zwei Jahre hinaus – bewirken“, schreibt Cochrane Deutschland in seiner Pressemitteilung. Zudem ist davon auszugehen, dass mit dem Einatmen des Aerosols von E-Zigaretten gesundheitliche Risiken verbunden sind. Bislang gibt es jedoch keine belastbaren Erkenntnisse zu den langfristigen Risiken.
Wer ohne E-Zigaretten mit dem Rauchen aufhören möchte, findet qualitätsgesicherte Angebote auf www.rauchfrei-info.de. Neben einem Forum, einer wöchentlichen Chatsprechstunde und telefonischer Beratung gibt es auch ein dreiwöchiges Begleitprogramm für den Rauchausstieg. Alternativ oder zusätzlich empfiehlt sich die Teilnahme an einem durch zertifizierte Trainerinnen und Trainer angeleiteten Kurs des Rauchfrei Programms. Zudem bieten viele Krankenkassen ihren Mitgliedern kostenlose Kurse.
Quellen:
Einweg-Vapes können schnell süchtig machen (01.07.2025)
Sind Cannabis und Nikotin immer noch „Freunde“? (22.04.2025)
Trend zur E-Zigarette in den USA verbunden mit Konsum weiterer Drogen (20.12.2022)
Gebrauch von E-Zigaretten erhöht Ansteckungsrisiko mit Coronavirus unter jungen Menschen (01.09.2020)
Bots beteiligen sich auf Twitter an Diskussion um E-Zigaretten (04.10.2018)Webanalyse / Datenerfassung
Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.
Welcher Dienst wird eingesetzt?
Matomo
Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?
Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.
Welche Daten werden erfasst?
IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)
Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell
Betriebssystem-Version
Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins
aufgerufene URLs
die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)
Verweildauer
heruntergeladene PDFs
eingegebene Suchbegriffe.
Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).
Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.
Wie lange werden die Daten gespeichert?
Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.
Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?
Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).
Weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.